St.-Bartholomäus lädt zum genaueren Hinsehen ein

Die Menschen hier lieben ihre Kirche im Dorf. Denn der Kirchenraum bietet, was die meisten Menschen suchen - einen Ort der Besinnung. Während der Sommerzeit ist sie verlässlich von 9.00 - 18.00 Uhr geöffnet.

Kirchen sind nicht "Gotteshäuser" in einem objektiven Sinn, als ob Gott dort wohnte und woanders nicht. Kirchen sind vielmehr "Stätten der Gottesbegegnung", weil sie uns helfen, uns auf Gott hin auszurichten. Der Raum ist nicht nur Versammlungsraum, sondern erzählt auf ganz eigene Art, mit vielen kleinen und großen Elementen, von einer steten Anwesenheit Gottes in unserem Leben.

Namensgebung

BARTHOLOMÄUS bedeutet der "Sohn des Furchenziehers". Bartholomäus war einer der zwölf Jünger Jesu. Er wurde Anfang des 1. Jh. in Kana in Galiläa geboren und starb um 51 n. Chr. als Märtyrer. Als Apostel verkündete er den Glauben in Persien, möglicherweise auch in Indien, wo er demnach eine hebräische Abschrift des Matthäus-Evangeliums hinterließ. Er heilte Kranke und Besessene. Legenden weisen ihm auch die Verbreitung des Evangeliums in Ägypten und Armenien zu. Als er die Tochter des Königs von Armenien geheilt hat, bekehrte sich der König Polymios und mit ihm das ganze Königshaus zum Christentum. Astyages, der feindliche Bruder des Königs, erfuhr, dass durch Bartholomäus sein Gott Baldach zerstört worden sei. Er schickte 1000 Soldaten aus, die Bartholomäus fangen und vor ihn bringen sollten. Astyages ließ Bartholomäus mit Knütteln schlagen, ihm bei lebendigen Leib die Haut abziehen und ihn kreuzigen. Christen begruben den Leichnam.

Vom Beginn des 13. Jh. an trägt Bartholomäus in den Darstellungen das Messer, das Werkzeug, mit dem er geschunden wurde. Weitere Attribute sind ein Buch und die abgezogene Haut. Der 24. August ist sowohl sein evang. als auch kath. Gedenktag. Er erinnert an die Überführung der Reliquien zur Insel Lipari und nach Benevent. Um 1000 wurden sie nach Rom übertragen, wo sie in einer nach dem Heiligen benannten Kirche auf der Tiberinsel ruhen.

Bartholomäus gilt als Patron der Bauern, Hirten, Gerber und Schuhmacher. Der Grund für die Namenswahl der Kirchwalseder Kirche ist nicht bekannt, könnte aber in einem der oben genannten Punkte liegen, beispielsweise der Weihe des Grundsteines oder der Kirche selbst am Bartholomäus-Tag.

KIRCHWALSEDE Das auf einem mäßig hohen Heiderücken gelegene Kirchdorf ist schon sehr alt. In einer Urkunde des Bischofs Gerhard von Verden aus dem Jahre 1263 wird der Ort bereits erwähnt und mit Wodensethe bezeichnet. Vor dem 17./18. Jahrhundert hieß der Ort noch "Walsede". Die Ableitung wird heute von "wallenden Wasserquellen" angenommen. Die Endung "ede" ist ein abgeschliffene Endung von "-ithi", das gibt an, dass irgend etwas an einem Ort in "größerer Menge" vorhanden war/ist. Dies trifft auf die Wasserquellen rings um das Dorf zu. Die Bezeichnung "Kirch" wurde später eingeführt, um das Dorf von den jüngeren Töchtersiedlungen (Süder- und Westerwalsede) zu unterscheiden.

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WEITERE INFORMATIONEN

In der Sommerzeit ist die Kirche verlässlich von 9.00 - 18.00 Uhr geöffnet.